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  Verschleißeigenschaften  
Alle Bodenbeläge sind dem Verschleiß ausgesetzt.
Dieser hängt im wesentlichen von folgenden
Faktoren ab:
  • von der Benutzungsfrequenz
  • von den Verschmutzungs- bzw.
  • Reinigungsbedingungen (Menge des Straßenstaubes
    mit Quarzanteilen, Art und Intensität der Schuhreinigung)
  • von der Art der Begehung (Geradeaus oder Drehweg)
  • von der Härte der Glasur
  • von der Dicke der Glasurschicht
  • vom Glanzgrad der Glasur (matt, halbmatt, glänzend)
  • von der Farbe und dem Helligkeitsgrad der Glasur
Im Normalfall wird der Verschleiß von Bodenbelägen
durch Sand und andere Schmutzpartikel verursacht,
die an den Schuhsohlen haften und bei Geh- und
Drehbewegungen wie Schmirgel unter hohem Druck
wirken.

Bei Hartbelägen aus natürlichen Werkstoffen werden
Verschleißerscheinungen der Oberfläche meist nicht
als abträglich empfunden, solange ihre Funktionsfähigkeit
erhalten bleibt.

Unglasierte Steinzeugfliesen nach DIN EN 14411,
Gruppe BIa haben einen Verschleißwiderstand,
der zu den höchsten aller Bodenbeläge gehört.
Auch nach jahrzehntelager intensiver Beanspruchung
ist eine Abnutzung dieses homogenen Materials
kaum erkennnbar.

Glasierte Steinzeugfliesen nach DIN EN 14411,
Gruppe BIb, BIIa, BIIb zeichnen sich durch ihre
besonders pflegeleichte Oberfläche aus.
Deshalb und wegen der Vielfalt ihrer Farben und
Formen sind sie so beliebt.

Regelmäßig gereinigte und für den jeweiligen Anwendungsbereich zweckmäßig ausgewählte glasierte Steinzeugfliesen haben eine lange Lebensdauer. Kratzende Stoffe, etwa Schmutzbeimengungen von Quarzsand, führen im Laufe der Zeit allerdings zu einer Glanzminderung oder zu einer gewissen Aufrauung der Oberfläche. Solche Nutzungsbedingte Veränderungen können, da sie die Gebrauchseigenschaft
der Fliesen nicht beeinträchtigen, nicht Gegenstand
von Beanstandungen sein.

Um einem vorzeitigen Oberflächenverschleiß vorzubeugen, sind an allen Hauseingängen großflächige Fußmatten oder andere geeignete Schmutzschleusen anzubringen.

Der Oberflächenverschleißwiderstand ist nicht bei allen Glasuren gleich. Deshalb sind die glasierten Steinzeugfliesen in 5 Gruppen unterschiedlicher Belastbarkeit, die „Abriebgruppen“ I bis V, eingeteilt und entsprechend gekennzeichnet.

Die Bestimmung der Abriebgruppe erfolgt nach
DIN EN ISO 10545-7.

Aus der nachstehenden Einteilung sehen Sie,
welche Abriebgruppen für welche Anwendungsbereiche
empfohlen werden.

An extrem beanspruchten Stellen – und das gilt für
alle Anwendungsbereiche – sind vom Gesamtbild
abweichende Oberflächenveränderungen nicht auszuschließen.
In Grenzfällen empfiehlt es sich daher,
die Fliese der nächsthöheren Beanspruchungsgruppe
zu wählen. Selbstverständlich können auch Fliesen
höherer Abriebgruppen in Bereichen mit geringeren
Anforderungen verlegt werden.