Fliesen-Vielfalt Missouri

Auf das Muster kommt es an

Mehr Ambiente mit dem richtigen Verlegemuster

Kleiner, größer, schmaler, heller: Mit dem passenden Verlegemuster und der passenden Fliese werden Sie zum Problemlöser, Gestalter und Akzente-Setzer. Mit hellen großen Fliesen etwa schaffen Sie für Flächen oder ganze Räume optische Weite, während weitläufige Bereiche durch hell-dunkel-Kontraste von Fliese und Fuge strukturiert werden. Ist das Bad schmal und schlauchig? Dann verlegen Sie die Wandfliesen einfach quer statt längs. So lassen sich im Übrigen auch niedrige Deckenhöhen gut kaschieren. Eine neutrale Wand- und Bodengestaltung in einem ruhigen Verlegemuster wiederum lässt viel Raum für individuelle Dekoelemente, Sonderformen wie hexagonale- oder strukturierte Fliesen machen jede Wand zum Hingucker.


 

Tipp: Wie Fliesen bei der Raumgestaltung wirken

Generell gilt: „Von unten nach oben“. Das heißt: Vom Boden über die Wand bis zur Decke wird ein Raum optimalerweise immer heller. Wenngleich natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Und letztlich der persönliche Geschmack entscheidend ist. Ein paar Orientierungshilfen, wie Sie mit Fliesen ganz gezielte Wirkung entfalten:

Hohe Decken verkürzen: Nicht jeder ist ein Freund hoher Decken. Wer den Raum optisch niedriger gestalten möchte, setzt auf eine waagerechte Verlegung, die NICHT bis zur Decke reicht. Bordüren halten die Deckenhöhe ebenfalls in Schach.

Große Räume beleben: Ein interessantes Verlegemuster macht große Räume lebendig. Die edel anmutende Fliesenserie Stoneline schafft harmonsiche Raumwelten, als Riemchen oder Wandverblender setzt sie positive Akzente.

Kleine Räume verdichten: Kleine Fliesen sind quasi das Volumenshampoo für einen Raum: Sie erzeugen mehr ‚Fülle’.

Niedrige Räume strecken: Werden Wandfliesen senkrecht bis an die Decke verlegt, streckt dies gedrungene Räume.

Weite erzeugen: Grundsätzlich ist es eine gute Idee, für einen öffnenden Effekt helle Fliesen zu wählen.

Schmale Räume harmonisieren: Als Format ein Rechteck statt Quadrat wählen und die Fliesen quer verlegen.


Ein Raum, siebenmal anders: Verlegemuster können Vielfalt

Rosenspitz, Radialfuge, gemischte Bahnenware oder römischer Verband – die meisten Verlegemuster basieren auf einer einheitlichen Grundfliese und unterscheiden sich nur im Fugenbild. Jede Verbundart hat ihre individuellen Vorteile in Bezug auf die Raumstruktur und -wirkung. Wir haben die häufigsten Verlegearten für Fliesen unter die Lupe genommen. Von der klassischen Kreuzfuge bis hin zum Comeback des Fischgrät-Musters.


 

Die Kreuzfuge: Ruhe und Harmonie

Ein schlichter Look gelingt mit der Kreuzfuge, die speziell große Fliesen gut zur Geltung bringt. Warum? Die Fliesen werden sowohl am Boden als auch an der Wand nach dem immer gleichen Muster gleichmäßig und geradlinig verlegt. Das schafft Ruhe und Harmonie.

• Welche Fliese? Quadrat/ Rechteck
• Wie verlegen? Alle Fugen durchkreuzen sich

 

 


Der Halbverband: Schlicht, doch mit einem Twist

Reihe für Reihe überdacht hier die obere Fliese die beiden unteren. Ideal ist diese Verlegevariante für rechteckige Formate, die in regelmäßigem Abstand jeweils auf der Hälfte der Fliese versetzt angeordnet werden. Eine kleine Unregelmäßigkeit, die durch ihre Wiederholung dennoch für eine ausgewogene Optik sorgt. Geradezu typisch ist der Halbverband beispielsweise für Metro-Fliesen. Achtung: Der Halbverband eignet sich nicht für die Verlegung von Holzoptikfliesen. Setzen Sie hier besser auf den wilden Verband! Auch werden Fliesen ab einem Format von 30x60 cm nicht mehr im Halbverband verlegt.

• Welche Fliese? Rechtecke in einheitlicher Größe
• Wie verlegen? Alle Fugen laufen in eine Richtung, um ½ Länge versetzt

 

 


 

Der Drittel- und Viertelverband: Top für kleine Fliesenformate

Denkt man den Halbverband weiter, entsteht ein Treppenmuster, da die Fliesen bei diesem Verband jeweils um ein Drittel beziehungsweise Viertel gegeneinander versetzt angeordnet werden. Ein Verlegemuster, das für Abwechslung an der Wand sorgt und gerne für kleinformatige Fliesen eingesetzt wird. Beliebt ist der Drittel- und Viertelverband auch in große Bädern, da sie nicht zusätzlich strecken.

• Welche Fliese? Rechtecke in einheitlicher Größe
• Wie verlegen? Alle Fugen laufen in eine Richtung, je um 1/3 bzw. 1/4 Länge versetzt


Der wilde Verband

Einheitlich sind hier nur die Fugen und Fliesenform, die Anordnung der Fliesen selbst verläuft quasi willkürlich. Fliese um Fliese wird ohne Struktur so verlegt, dass das jeweils abgetrennte Ende der zuletzt verlegten Reihe als Startfliese für die folgende Reihe dient. Der Look erinnert in der Anordnung an Dielen, weshalb der wilde Verband gerne für Fliesen in Holzoptik gewählt wird.

• Welche Fliese? Große Rechtecke
• Wie verlegen? Alle Fugen laufen in eine Richtung, das Abfallstück der jeweils letzten Fliese dient als Anfang für eine neue Reihe etc.


 

Das Fischgrätmuster: Comeback eines Klassikers

Man kennt das Fischgrätmuster als edle Verlegeform für Parkettböden. Was einst im klassischen Altbau für einen wertigen doch eher bürgerlichen Look sorgte, findet heute weite Verbreitung, speziell für Fliesen in Holz- und Steinoptik. Vom Wohnraum bis ins Badezimmer setzt Fischgrät Akzente.

• Welche Fliese? Einheitliche schmale Rechtecke, Fliesen in schmaler Riegelform
• Wie verlegen? Fugen laufen versetzt zueinander im Zick-Zack-Muster


Die Diagonale: adelt das Quadrat

Während die meisten der vorgestellten Verlegemuster ausschließlich rechteckige Fliesen in den Fokus rücken, ist die Diagonale eine spannende Möglichkeit, auch mit quadratischen Formaten zu spielen – Schachbrett- und Retromuster beispielsweise sind in der entstehenden Rautenoptik individuell, doch stimmig inszeniert. Modern wird die Diagonale in schlichtem Weiß an der Wand, rustikale Interiors setzen gerne auf Bodenfliesen in Cotto- oder anderen mediterranen Optiken im Diagonalverbund. Übrigens: Der Blick folgt den Fugen zur Seite, schmale lange Räume gwinnen durch die Diagonale also an Breite.


• Welche Fliese? Rechtecke wie Quadrate
• Wie verlegen? Alle Fugen durchkreuzen sich mit 90 Grad, während der Winkel eine beliebige Schrägung aufweisen kann.


 

Der gemischte Bahnenverband: ein Look, viele Möglichkeiten